Tuesday, March 24, 2009

TRUE UNIQUENESS

At an indian dance competician a palalyzed did come up to perform his dance... See for yourself how he is able to touch humans hearts...

Sunday, January 18, 2009

GET BACK UP!

See with more then 1.5 million (!!) others what a man without arms and legs can achieve.
Re-think what YOU are able to do.



Thanks for the unbelievable inspiration to Nick Vujicic from Australia!
Who has more stories like that to tell, please share them here!

more about this man is posted on: www.thepeacesite.blogspot.com

Thursday, August 04, 2005

Timelessness


Lake Tsomo Riri
Ladakh, Boarder to China
Northern-India

The Miracle of Hope


miner of a silver mine
Potosi (4000m), Bolivia

The Miracle of Enjoying Life Like a Kid


little tibetan children
Thikse Monastery, Ladakh
Northern India

The Miracle of Experiencing Eternity


Lago Paimun
National Park Lanin, close to Junin de los Andes
Neuquen, Patagonia / Argentina

Unlimited Power of the Mind



Pablo Montero, mountain-runner
on the top of Mt. Piltriquitron
El Bolson, Patagonia / Argentina

The Joy of New Discoveries


little young man at a waterfountain
Mendoza, Argentina

The miracle of trusting each other


cuple at sunrise
Lago Traful
Patagonia, Argentina

Perfection within the Little Things of this World


temple-flower,
garden of the Sol y Luna Resort
Coroico, Bolivia

The Miracle of Loving Kindness


two little buddhist monks - Likir monastery
(Ladakh, J&K, Northern India)

The Miracle of Falling in Love (Mendoza, Argentina)

The Miracle of Happiness


Little street kid with street dog in Montevideo, Uruguay

The miracle of Friendship


in Buenos Aires, Argentina with Franciscan Friends

God is absolute power - Glaciar Tronador (Bariloche / Argentina)

Wednesday, June 22, 2005

Der sehende Blinde

Antonio*. So heißt er. Ja, Antonio Sonnenreich. Ein lustiger Name für einen Mexikaner, oder? Aber das ist noch nicht alles. Ich erinnere mich an Antonio, den ich am Taizé-Wochenende in Mistelbach in Österreich kennen gelernt habe. Er hat mich schwer beeindruckt. Erst nach einem ganzen Tag des Zusammenseins habe ich bemerkt, dass er blind ist. Vielleicht hätte ich gar nichts bemerkt, wenn ich nicht einen Gesprächsfetzen anderer aufgenommen hätte. Ich kombinierte also, dass er wohl blind sein müsste. Halt. Da denkt ihr sicher: Wie kann man denn bitte übersehen, dass jemand blind ist?

Nun, Antonio geht ohne Blindenstock und noch dazu so selbstverständlich und das obendrein noch in einer ihm fremden Umgebung. Man meint geradezu er würde scherzen, wenn er sagt „ja, ich bin blind“. Sogar beim Aufräumen und Zusammenklappen der Bierbänke und Tische hat er proaktiv mitgeholfen. Und als einmal ein kleiner Schnipsel auf einem Klapptisch lag, hat er ihn – ohne auch nur danach im geringsten zu tappen – zielstrebig vom Tisch genommen. Ich habe gedacht „das gibt´s doch gar nicht“... aber das gibt es eben doch.
Nach jahrelangem Training – er ist schon von Geburt auf blind – hat er sich das so beigebracht... Er meint, ALLES hat einen Wiederhall... er spürt einfach, wenn da z.B. was im Weg ist oder so... Sonst könnte er auch gar nicht ohne Blindenstock gehen, denn das wäre dann ja viel zu gefährlich. ... Noch ein Hammer: er fährt sogar Ski.

Antonio hat Fragen über Fragen, die ihn zum Nachdenken auffordern. Fragen, die lauten: „Wieso bin ich blind?“ aber auch „wieso habe gerade ich so ein Glück? Wieso bin gerade ich blindes mexikanisches Kind auserwählt worden, adoptiert zu werden? Warum nicht ein anderes Kind?“
Wie viele Kommentare zu seiner Blindheit bekam und bekommt er immer wieder zu hören? Und was bedeuten diese oder jene Bemerkungen anderer wirklich für ihn persönlich?

Es gab Menschen, die ihm sagten „Du siehst nicht, aber Gott hat Dir ein inneres Licht geschenkt“... und da dachte er sich als kleiner Junge „ja, aber warum muss ich dauernd über Sachen stolpern, warum muss ich nur dauernd hinfallen und mir wehtun?“

Einmal, als Kind, hatte ein Pfarrer zu ihm gesagt „Du bist blind, zur Buße dessen, was Deine Ahnen getan haben“... und daraufhin dachte er bei sich „mit Gott kann ich also auch nicht rechnen“. Es musste also allein gehen, so dachte er ersteinmal.

Lange Zeit kam er sich benachteiligt vor. Wenn er mit Menschen sprach, wusste er, dass sie ihn anschauen konnten wie sie wollten. Er wiederum konnte sie nicht sehen. Er fand, das war ein Vorteil für die anderen... sie konnten auf seiner „Behinderung“ einfach so herum tanzen, wenn es ihnen gefiel. Und er? Daraufhin legte er sich eine Kampfstrategie zurecht. Marco lernte sehr aufmerksam zu sein. Bald konnte er den Nachteil der Erblindung wettmachen. Denn er hatte sich darauf spezialisiert in Kürze herauszufinden, welche Schwachpunkte seine „Gegner“ hatten. Er lernte also Contra zu geben.

Dies ging eine ganze Weile so. Und es ging gut. Aber wo war die Liebe?
Es kam der Zeitpunkt, wo er sich eines Besseren besann. Er wollte die Fähigkeit, alles aufmerksam wahrnehmen zu können, ab sofort positiv nutzen. Er begann sich also, statt auf die Schwachstellen, auf die Stärken seines Gegenübers zu konzentrieren. Und auch dies gelang ihm ausgezeichnet. Jetzt ist das sein „Hobby“: herausfinden, wer wo welche Stärken und Fähigkeiten besitzt. Er sagte mir, „das ist wirklich gut, so kann man zum Beispiel gut organisieren, wer in welchen Bereichen am besten einsetzbar und fähig ist“.

Er studierte Psychologie und wenn Klienten zu ihm kommen, meinte er, kommen die natürlich meistens mit einem Haufen von Problemen, die übergroß scheinen. Da versucht er so schnell wie möglich heraus zu bekommen, was die Stärke des Klienten ist. Dann gibt er dem Klienten eine Aufgabe, die diese Stärke betont. So kann sich der Fokus wieder auf das Positive im Leben verlagern.

Als Antonio hörte, dass Blinde auch „Webdesigner“ werden könnten, dachte er bei sich „dass kann ich mir nun auch nicht vorstellen“. Aber dann machte er die zweijährige Ausbildung zum Webdesigner doch. Einfach, um zu sehen, was möglich ist. Und es ist möglich!
Man kann als Blinder sogar die für uns sichtbare Oberfläche von Homepages gestalten. Ist das nicht der Wahnsinn? Sein weiteres wichtiges Motiv, warum er diese Ausbildung machte, war für mich noch beeindruckender: Er wollte dadurch anderen Blinden ermöglichen, diesen Beruf zu wählen. Dass auch sie einen Beruf ausüben können, wo man eine gute Bezahlung bekommt.

Zuerst meinte er, dass bei Vorstellungsgesprächen für einen Auftrag eine Webpage zu gestalten, natürlich die Auftraggeber immer wieder lachen mussten und sich nicht vorstellen konnten, dass er als Blinder da eine gute Wahl wäre. Aber nach dem sie seine Beispiele sahen, haben sie ihm den Auftrag doch gegeben. Jetzt ist er freiberuflich tätig und kann sich kaum vor Aufträgen retten.

Trotzdem meinte er, er hat genug davon. Denn eigentlich macht es ihm keinen Spaß den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen. Er hat seine Aufgabe als Wegbereiter für die Blinden erfüllt. Und daher möchte er sich gerne wieder der Psychotherapie widmen. So kann er Menschen auf direkt erfahrbare Weise helfen.

In Antonios Leben gibt es viele Aufs und Abs. So wie auch bei uns. Sein Leben hat ihn gelehrt, dass es einen Gott gibt. Er vertraut darauf, dass alles einen Sinn macht. Dass Gott einen Plan hat. ... Antonio. Er lässt sich einfach nicht unter kriegen. Und er hat so eine positive Ausstrahlung, ohne dabei aufdringlich zu sein. Menschen wie er, die berühren mich wirklich zutiefst und helfen mir inne zu halten und nach zu denken.

Manchmal ist nicht alles im Leben so, wie ich es mir vorstelle. Manchmal kommt alles anders als geplant. Anders als von mir geplant. Und dann – irgendwann - erkenne ich einen größeren Plan dahinter. Den Plan, den sich Gott für mich ausgedacht hat. Und dass – so spüre ich – ist ein noch viel mächtigerer Plan, als ich ihn mir je selbst ausmalen könnte. Und ist das nicht der Plan, der tatsächlich zu anhaltendem Glück führt?

Was braucht es also mehr als MUT? Mut, um inne zu halten. Im Trubel des Alltags. Mut, um zu lauschen. Mut, um nachzudenken. Mut, um sich zu öffnen. Für Schritte, die oft in eine neue Richtung gehen... und schließlich braucht es noch den Mut, diese Schritte dann auch wirklich zu gehen. --- Das Ziel erwartet uns schon. ---

Worauf warten wir also noch?... Danken wir Antonio für seinen Mut. Er zeigt uns, was ein wahrer Lebens-Alchemist ist. Statt Gold aus einem wertlosen Klumpen zu machen, verwandelt er seine Blindheit immer aufs Neue in einen Segen für andere. Machen auch wir uns auf den Weg, unsere sichtbaren und verborgenen Schwächen in Stärken für uns und unsere Mitmenschen zu verwandeln.

* Name geändert. Sonst entspricht alles den Tatsachen.